Skitour im Windautal

Skitour im Windautal

Durch das Naturjuwel streifen

Das Windautal ist ein wahres Tourenparadies für Skitourengeher und Snowboarder. Die Berge bieten breite Hänge, die auch bei Neuschnee befahrbar sind. Die Varianten-Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt, da das Gelände relativ überschaubar ist. Und daher möchten wir euch heute die Skitour Steinberg mit fantastischen, ideal geneigten, freien Wiesenhängen vorstellen.

Skitour Windautal – Steinberg

Das Windautal ist ein Seitental des Brixentales und erstreckt sich mit einer Länge von 16km über Westendorf und einem Teil von Hopfgarten. Im Süden grenzt das Tal an das Bundesland Salzburg – welches über die Filzenscharte erreicht werden kann. Die Windauer Ache, welche in die Brixentaler Ache mündet, ist ein herrlicher Begleiter bei diversen Wanderungen und Spaziergängen.

Der kleine, unbedeutende Gipfel im Kammverlauf bildet im Winter meist eine schöne Wächte aus, die ihn ziert. Die Aussicht auf den Großen Rettenstein, den Großvenediger und das Kaisergebirge ist wunderschön. Die recht beliebte Tour ist am schönsten bei Neuschnee.

Der Steinbergstein

Der Steinbergstein ist die Königstour der Region. 1400 Höhenmeter müssen bewältigt werden, bevor man in den Abfahrtsgenuss kommt. Absolut beeindruckend bei dieser Tour ist die steile Rinne durch den Wald. An manchen Stellen locker über 50° – man könnte bei jeder Kurve im Powder ertrinken.

Anreise/Zufahrt: A12 – Inntalautobahn bis Ausfahrt „Wörgl/Brixental“. Von Hopfgarten über Westendorf in die Windau bis nach Rettenbach, vorbei am Jägerhäusl zum Parkplatz am Steinberghaus. (Kostenlos)

Aufstiegszeit: 2,5 bis 3 Stunden

Ausgangspunkt: Parkplatz am Gastohf Steinberghaus, 889m

Aufstieg

Vom Parkplatz/Gasthaus Steinberg taleinwärts der nicht geräumten Straße in südlicher Richtung etwa 30 Minuten folgen, ehe in einem Waldstück eine Forststraße nach rechts mit Beschilderung “Steinbergstein”, vorbei an der etwas versteckten Talstation der Materialseilbahn für die obere Steinbergalm abzweigt. Wir steigen in der Lichtung aufwärts, vorbei an Almgebäuden, ständig den Forstweg abkürzend, bis wir direkt unter der Materialseilbahn zur unteren Steinbergalm gelangen.

Nun folgen wir dem Forstweg in den Steinberggraben bis kurz vor die Niederkaralm. Nun nicht in das breite Kar sondern in das kurze Waldstück entlang des Forstweges bis vor die Lagfeldenalm (1.668m). Entweder kurz vorher das Gelände nutzend höhersteigen oder direkt aber der urigen Almhütte in westlicher Richtung aufwärts. Wir überwinden einige Kuppen und gelangen über einen steilen Schlussanstieg zum breiten Gipfelkamm und zum Gipfel (mit Kreuz).

Abfahrt

Wie Aufstieg oder als Variante vom Gipfel weiter über einen ziemlich flachen Rücken und einen relativ steilen Hang bis zum Wiesboden, von hier Richtung Osten bis zur Niederalm abfahren, dann weiter talabwärts bis zur Forststrasse, der man bis zur normalen Abfahrt folgt.

Alternative

Tipp: Man kann die Tour zu einer schönen Runde ausbauen, indem man auf dem Kamm, ein weiteres Gipfelchen überschreitend, weiterwandert. So erreicht man den Wiesboden (1947 m). Wer will, kann jetzt auch noch ein Stück nach links (also Richtung Süden) zum Punkt 1904 m wandern. Von beiden Kammerhebungen lässt sich nach Osten in den herrlichen Kessel des Oberkars (auch Hochkar) einfahren. Man fährt hier entweder ab bis man auf die Forststraße trifft, die einen nach links zum Anstiegsweg bringt. Schöner ist es jedoch im Kessel nicht ganz so weit abzufahren. Unter dem Steinberg quert man noch durch, dann bietet sich links eine günstige mittelsteile Aufstiegsmöglichkeit zum Ostrücken des Steinberg. Hier trifft man dann wieder auf die Anstiegsspur und kann so zusätzlich noch über einen Großteil der Normalroute abfahren.

Charakter

Einfach, relativ lawinensichere Skitour mit fantastischen, ideal geneigten, freien Wiesenhängen in direkter Linie. Die Orientierung ist einfach, denn die Route führt entlang der alten Materialseilbahn immer nach Westen hinauf. Die Aussicht auf den großen Rettenstein, den Großvendiger und das Kaisergebirge ist auch nicht ohne. Sehr schön bei pulvrigem Neuschnee.

Lawinengefahr

Überwiegend gering (bei richtiger Spurwahl auf der Normalroute). Bitte immer auf aktuelle Wetter-, und Lawineninformationen achten!

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