Wanderbekleidung im Sommer

Wanderbekleidung im Sommer

Wandern ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Egal ob verschneite Berge im Winter, die ersten blühenden Wiesen im Frühling oder das Vogelzwitschern und Blätterrauschen im Sommer – es gibt immer etwas zu sehen und zu erleben. Doch damit der Ausflug auch bei jeder Witterung Spaß macht, ist die passende Kleidung essentiell!

Beim Wandern gilt sowieso: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlecht ausgesuchte Kleidung. Die Jahreszeit spielt natürlich auch eine Rolle bei der Wahl des Gepäcks. Ob leichte Tageswanderung oder Mehrtages-Tour bei extremer Witterung – die Wanderbekleidung ist maßgeblich am Wohlbefinden der Wanderer beteiligt. Nicht passende Schuhe, am Körper klebende Unterwäsche und unbequeme Oberbekleidung machen aus einer entspannten Tour schon nach kurzer Zeit einen Alptraum. Und wie sieht es besonders im Sommer aus? Wir haben euch ein paar wichtige Dinge zusammengesammelt! 😊

Übermäßigem Schwitzen im Sommer entgegenwirken

Besonders im Sommer ist Funktionskleidung sehr wichtig, um eine funktionierende Wärmeregulierung zu gewährleisten. Solltet ihr beim Wandern viel Schwitzen, solltet ihr dafür sorgen, dass der Schweiß vom Körper transportiert wird, damit keine Verkühlung droht.

Komfortable Wanderschuhe

Wanderschuhe schützen den Fuß und geben ihm Halt. Beim Kauf eurer Wander-, oder Trekkingschuhe solltet ihr nur darauf achten, dass diese nicht zu klein sind. Probiert am Besten mehrere Wanderschuhe durch. Für Bergtouren empfehlen wir atmungsaktive Wanderschuhe mit einem höheren Schaft zum Schutz der Knöchel. Viele Wanderschuhe sind mit einer Gore-Tex-Membran ausgestattet. Es ist die Mittelschicht im Schuh, die zwischen dem Obermaterial und der Innenschicht liegt. Gore-Tex transportiert die Feuchtigkeit von innen nach außen.

Auch wenn Trekking-Sandalen im Sommer einladend wirken, würden wir euch am Berg eher davon abraten. Sie sorgen zwar für eine angenehme Belüftung der Füße, jedoch können schnell mal Steine oder dornige Pflanzen zwischen die Zehen geraten. Zudem ist auch die Trittsicherheit eingeschränkt.

Gutsitzende Wandersocken

Zu den atmungsaktiven Wanderschuhen bewähren sich hier entsprechende Sportsocken. Beides ist auch ein gutes Mittel gegen Blasen, denn diese bilden sich besonders schnell, wenn feuchte Socken auf der Haut aufliegen. Die Füße sind insgesamt maßgeblich am Temperaturempfinden beteiligt. Wer auf einer längeren Strecke für Abkühlung sorgen möchte, erreicht dies besonders gut, wenn Schuhe und Socken ausgezogen und die Füße gekühlt werden. Bei besonders starker Schweißbildung ist es sinnvoll, ein Paar trockene Ersatzsocken im Rucksack zu haben.

Oberbekleidung

Selbst bei hohen Temperaturen solltet ihr die Schwankungen insbesondere am Berg nicht unterschätzen. Bei der Oberbekleidung solltet ihr zwischen kurz und lang wechseln können, beispielweise über ein Funktionsshirt mit einem langen Hemd aus leichtem Material. Hemden haben den Vorteil, dass sie dünn sind und schnell trocknen. Bei steigenden Temperaturen lassen sie sich aufknöpfen und hochkrempeln. Sie sollten aber nicht zu eng sein und sich gut in die Hose stecken lassen, ohne bei Bewegung raus zu rutschen. Hemden und Blusen aus Funktionsgewebe sind besonders atmungsaktiv und kleben bei höheren Temperaturen nicht an der Haut.

Für eine Wanderung ist eine regendichte, atmungsaktive Jacke ideal, denn besonders im Gebirge ist das Wetter sehr wechselhaft. Auch die Kapuze sollte nicht vernachlässigt werden. Bequem mit richtiger Passform lässt sich eine gute Kapuze bei Starkregen gut verschließen, ohne das Sichtfeld einzuschränken. Hier raten wir zu Soft-, oder Hardshelljacken – je nach Verwendungszweck!

Unterbekleidung

Da die Beine beständig in Bewegung sind, sollte auch die Wanderhose atmungsaktiv und stabil sein. Ob kurz, halblang oder lang, entscheidet der Einsatz. Bei wechselhaftem Wetter bewähren sich Zipphosen, die sich durch Abtrennen der Hosenbeine in eine kurze Hose verwandeln.  Auch die Unterwäsche muss atmungsaktiv sein, denn die beste Wanderbekleidung bringt nichts, wenn die Wäsche, die direkt am Körper anliegt, einem zum Schwitzen springt. Unterwäsche aus Mikrofaser nimmt keine Feuchtigkeit auf, sondern leitet sie nach außen. Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden, sondern gezielt Funktionsunterwäsche gewählt werden!

Sonnenschutz

Für Touren im Sommer und vor allem im Hochgebirge ist Sonnenschutz ein Muss. Sonnencreme sollte den Lichtschutzfaktor 50+ haben. Sonnenschutz schützt nicht nur vor Sonnenbrand- und Sonnenschutz, sondern beugt auch Hautkrebs vor. Um den Kopf vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen, ist ein leichter Hut sinnvoll. Hier sollte darauf geachtet werden, dass er aus einem groben Material wie Stroh besteht, damit sich auf dem Kopf kein Hitzestau bildet.

Für einmalige und sehr leichte Touren bei angenehmem Wetter kann man auf bestehende bequeme Wanderschuhe, atmungsaktive Wäsche und eine gute Regenjacke zurückgreifen. Bei längeren Touren oder häufiger Wanderung, profitiert ihr auf alle Fälle von passender, aufeinander abgestimmte Funktionskleidung! 😊

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