Wandertour mit Schwammerl-Suchen

Wandertour mit Schwammerl-Suchen

Der Wald ruft!

Endlich wieder Schwammerlzeit! Schwammerl-Suchen ist nicht nur ein Volkshobby, es tut auch der Seele gut. Wir können dabei den Alltag stummschalten und uns gleichzeitig wie die Urururvorfahren unser Essen selbst auf den Teller schütteln.

Das Schwammerl suchen gehört im Spätsommer und Herbst zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigung vieler Naturliebhaberinnen und Naturliebhaber. Besonders zu der Zeit schießen die Schwammerl aus dem Boden und wir können uns auf die Suche machen. Das Schöne daran? Ein Spaziergang oder eine Wanderung am Wochenende lassen sich ganz einfach mit dem Schwammerl-Suchen verbinden. Daher möchten wir euch an dieser Stelle wichtige Tipps, Wanderungen und Infos mit auf den Weg geben! 😊

Wann ist die beste Schwammerlzeit?

Das kommt darauf an, auf welche Pilze man es abgesehen hat. Bereits im Mai beginnt die Zeit der Steinpilze, im Juni folgt der Eierschwammerl, bei feucht-warmen Wetter jeweils bereits in großen Mengen. Ab August finden wir den Bovist und die Champignons. Die Hauptzeit für alle Schwammerlsucherinnen und -sucher ist jedoch der Herbst. In den Monaten September und Oktober sind zu den zuvor genannten auch noch Maronen, Stockschwämmchen und viele weitere Pilze zu finden.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Schwammerl suchen?

Der richtige Zeitpunkt bringt’s: Schwammerln lieben Feuchtigkeit und Wärme. Wenn es also vor Kurzem erst geregnet hat und dann die Sonne wieder scheint, wachsen sie besonders eifrig. Am besten eignen sich ein, zwei Tage nach einem Regenschauer zum Suchen. Wenn ihr eine Stelle gefunden habt, an der besonders viel sprießt: Merkt sie euch und kommt bald wieder! In der Regel vermehrt sich das Pilzmyzel sehr gut und immer wieder.

Wo sind die besten Schwammerl-Gebiete?

Eines gleich vorweg: In ganz Österreich sind Schwammerln weit verbreitet und gut zu finden, auch in Wien. Die Gebiete verändern sich aber auch z.B. gibt es im Osten immer weniger Pilze, da es hier immer trockener wird. Die besten Schwammerl-Gebiete sind meist gut gehütete Geheimnisse, da regelmäßige Schwammerlsucher ihre Schwammerlplätze nicht so gerne verraten. Aber wir können sagen, dass die Wälder der Obersteiermark, die Hohentauern, das nördliche Alpenvorland, das Wechselgebiet rund um Semmering und Rax sowie die Weinebene in der Steiermark gute Schwammerlplätze sind, wenn die Witterung passt!  

Welche Schwammerl sind am beliebtesten?

Eierschwammerl, Cantharellus cibarius, Pfifferling

Wo:  U. a. im nördlichen Alpenvorland, zwischen 200 und 2200 Metern Seehöhe, kommt nicht im Auwald vor. Immer in der Nähe von Fichtenwäldern. Auch das blasse Eierschwammerl, das in Laubwäldern gefunden wird, ist genießbar.

Wann: Sie wachsen die ganze Saison von Juni bis November, bis zum ersten Frost. Etwa eine Woche nach dem Regen, bei mindestens 40 mm pro Quadratmeter, bei feucht-warmer Witterung!

Parasol Macrolepiota procera, Riesenschirmling, Guggamuggen

Wo:  In Wien auf den Steinhofgründen, im Lainzer Tiergarten. Weiters Semmering, Rax, Wechselgebiet u.a., zwischen 100 und 1800 Metern Seehöhe. Oft freistehend auf Wiesen, ist nicht an Bäume gebunden.

Wann:  Von Juni bis November, etwa eine Woche nach dem Regen, mindestens 40 mm pro Quadratmeter. Niederschlag von 500 bis 2300 mm, bei feucht-warmer Witterung!

Steinpilz Boletus edulis, Fichtensteinpilz, Herrenpilz

Wo:  In den nördlichen Randalpen, Waldviertel, Rosaliengebirge u.a., zwischen 200 und 2200 Metern Seehöhe, bei Fichtenwäldern, der ähnliche Sommersteinpilz (Boletus reticulatus) hingegen nur in Laubwäldern.

Wann:  Sie wachsen die ganze Saison, von Juni bis November, etwa eine Woche nach dem Regen, mindestens 40 mm pro Quadratmeter, bei feucht-warmer Witterung.

Tipps zum Pilzesammeln

Fürs Schwammerl suchen eignen sich Körbe sehr gut, Plastiksäcke sind eher ungeeignet. Durchnässte Pilze sollten zurückbleiben. Die Pilze bitte nicht pflücken, sondern sorgfältig ausdrehen und den Stiel nie abschneiden, sonst gehen Erkennungsmerkmale verloren. Säubert die gesammelten Pilze gleich im Wald und nehmt nur so viele mit, wie ihr auch verwerten könnt. Bitte lasst unbekannte Pilze stehen!

Gibt es auch spezielle Schwammerl-Wanderwege?

Wie bereits oben erwähnt, teilen erfahrene Schwammerl-Sucher ihre Plätzchen nicht so gerne. Dennoch gibt es auch Pilz-Wanderwege, die wir euch hier vorstellen möchten:

Rosalia-Pilzweg

Im Rosaliengebirge treffen pannonisches Klima und rauere Einflüsse aus der Buckligen Welt zusammen und schaffen an jedem Hang eigene Verhältnisse. Mal ist der Waldboden völlig nackt, dann verschwindet er wieder unter großen Farnen. Oft wandert man hier über Zapfen oder dicke Teppiche aus Bucheckern und Eicheln. Bei der Pilzwanderung bei Forchtenstein könnt ihr eine wunderbare Kulturlandschaft erleben, aber auch leckere Speisepilze sammeln! 😊 Mehr dazu unter: https://www.bluehendesoesterreich.at/naturerlebnisse

Steiermark Schwammerlweg

Eine lehrreiche Wanderung für Jung und Alt. Die heimischen Pilze & Schwammerl lernen Eltern und Kinder am Schwammerlweg näher kennen. Der Weg führt euch großteils auf schönen Wald- und Forstwegen durch den Wald am Fuße der Hochwurzen. Vom Parkplatz an der Gipfelbahn Hochwurzen, dem Ausgangspunkt des Schwammerlweg, führt der Weg die Familien durch den Wald in das Schwammerldorf. Schon bald entdecken die Kinder die ersten Pilze und betrachten staunend die großen, liebevoll entworfenen Nachbildungen. Für die Wanderung am Schwammerlweg in Rohrmoos bei Schladming sollten Familien rund eineinhalb Stunden einplanen. Der Weg ist auch für Kinderwägen geeignet. Mehr Infos unter: www.steiermark.com/de/steiermark/ausflugsziele/schwammerlweg_p9383

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