Tipps für blasenfreies Wandern

Tipps für blasenfreies Wandern

Wer kennt es nicht? Nach ein paar Stunden am Berg, spürt man auf einmal ein ungutes Gefühl. Eine Blase macht sich an den Füßen bemerkbar. Druckstellen und Blasen machen eine Wanderung zur Tortur. Besser also, es gar nicht erst darauf ankommen zu lassen und vorzusorgen. Wir stellen euch wichtige Tipps zur Vorbeugung von Blasen vor. Und einen, falls es für die Vorbeugung schon zu spät sein sollte! Mit unseren Tipps bleiben eure Füße in Form!

1) Wanderschuhe vorab eingehen

Oft gehört und alt bewährt: Wer seine Bergschuhe eingeht, minimiert das Risiko von Blasen. Erst durch das Tragen des Schuhs gibt er allmählich nach, wird weicher und passt sich der individuellen Fußform an. Als Faustregel gilt: Je nach Härte des Schuhmaterials sollten 1-3 Spaziergänge vor der eigentlichen Wandertour absolviert werden. Wichtig: Trekking- und Hochtourenstiefel anfangs nicht zu fest schnüren und bei sehr steifem Schaft die oberen Haken freilassen.

2) Die richtigen Socken

Die Wahl der richtigen Socken, ist fast genauso wichtig, wie die Wahl der richtigen Wanderschuhe. Socken aus Baumwolle sollte man meiden, denn sie fördern ein feuchtes, warmes Klima im Schuh: die idealen Bedingungen für Blasen. Socken aus Funktionsmaterialien oder Wolle (z.B. Merino-Wolle) hingegen leiten die von den Füßen abgegebene Feuchtigkeit besser ab. Achtet dabei auf einen faltenfreien Sitz der Socken, und wählt im Zweifel lieber eine Nummer zu klein als zu groß.

3) Fest geschnürt

Kurze Rastpausen sollte man auch dazu nützen, die Bergschuhe nachzuschnüren. Nach längeren Wanderperioden lockern sich nämlich die Schnürsenkel, die Zunge kann verrutschen und in Folge die Socken scheuern. Wer regelmäßig nachjustiert, kann präventiv gegen Blasen wirken.

4) Tape it!

Wer schon öfters am Berg unterwegs war und immer wieder mit Blasen zu kämpfen hatte, kann besonders empfindliche Stellen bereits vor der Bergtour vorsorglich tapen. So werden blasenanfällige Bereiche am Fuß von Anfang an durch die zusätzliche Tape-Schicht geschützt.

5) Fußhaut stärken

Kosmetische Produkte zur Fußpflege dienen nicht nur der Regeneration, sondern können – vorbeugend angewendet – auch die Fußhaut kräftigen.

6) Pausen einlegen

Gerade bei warmer Witterung und sportlichem Gehtempo wirken regelmäßige Pausen wahre Wunder. Zieht Schuhe und Socken aus, nehmt die Einlegesohlen heraus und lasst alles eine halbe Stunde an der Luft trocknen.

7) Der Kräuterhexen-Tipp: Blasenpflaster am Wegesrand

Spitzwegerich scheint wie geschaffen zu sein für wunde Bergsteiger-Füße – nicht zuletzt, weil er auch noch in Höhen von bis zu 2.400 m wächst. Als Einlage in den Bergschuhen wirkt er kühlend und entzündungshemmend. Ist die Blase bereits da, kann auch auf Breitwegerich zurückgegriffen werden. Das sogenannte „Blasenpflaster der Natur“ wirkt wundheilend und schmerzlindernd.

8) Extra: Der Profitipp

Doppelt hält besser: Wer an den Füßen häufig Schürfstellen oder Blasen bekommt und noch ein wenig Platz im Schuh hat, sollte es mal mit zwei Paar Socken gleichzeitig probieren. Einfach ein dünnes Paar aus Funktionsmaterial (beispielsweise aus Polyester) unter die normalen Wandersocken anziehen. Vorteil: Die Unterziehsocken reduzieren die Reibung, die sonst zwischen Fußsohlen und Wandersocken entsteht und schützen so vor Blessuren.

Wir hoffen wir können euch mit unseren Tipps ein wenig weiterhelfen und wünschen euch eine schöne und vor allem blasenfreie Zeit in den Bergen! 😊

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