Wanderbekleidung im Winter

Winterwandern: Welche Kleidung brauchst du?

Wind- und wetterfest durch den Winter!

Die richtige Kleidung ist beim Wandern im Winter das A und O, denn eine Wanderung in der kalten Jahreszeit ist meistens anspruchsvoller als im Sommer. Zum einen können zugeschneite Wanderwege eine Herausforderung darstellen, zum anderen drohen Unterkühlung, wenn man nicht richtig gekleidet ist. Insbesondere beim Wandern gilt: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlecht ausgesuchte Kleidung. Daher haben wir euch ein paar Tipps zusammengefasst, um perfekt für die nächste Winterwanderung gewappnet zu sein! 😉

Winter: Warm und trocken bleiben

Beim Wandern im Winter gilt es, vor allem warm und trocken zu bleiben. Dabei muss nicht nur die Feuchtigkeit von außen durch Schnee oder Regen berücksichtigt werden, sondern insbesondere auch jene, die durch das Schwitzen entsteht. Durch feuchte Kleidung kühlen Wanderer deutlich schneller aus, was zu Erkältungen führen kann. Für Winterwanderungen bietet sich also auch wie in den anderen Jahreszeiten das Zwiebelprinzip an: Tragt viele dünne Lagen aus schnelltrocknendem Material, die ihr je nach Bedarf an- und ausziehen könnt.

Das Zwiebelprinzip

Beim Zwiebelprinzip ist es wichtig, auf die richtige Kombination der Kleidung zu achten, denn hier kommt es im Wesentlichen darauf an, dass die Feuchtigkeit vom Körper wegtransportiert wird, während gleichzeitig die Wärme am Körper gehalten werden soll.

Funktionswäsche

Die erste Schicht sollte aus Funktionswäsche bestehen. Sie leitet Feuchtigkeit vom Körper weg und bleibt dabei trocken. Funktionswäsche im Wintermuss schnell trocknend, atmungsaktiv und gleichzeitig schön wärmend sein. Baumwolle eignet sich hierfür nicht, denn sie saugt sich mit Feuchtigkeit voll und bildet dann eine klamme Schicht, die sich nicht nur unangenehm anfühlt, sondern den Körper auch abkühlt. Kunstfasern wie Polypropylen oder Polyamid oder Merinowolle sind dieser Aufgabe besser gewachsen. Die Funktionskleidung sollte eng am Körper anliegen, damit sie optimal funktioniert.

Wärmendes Fleece

Die zweite Schicht muss aus atmungsaktivem Material bestehen, damit sie einerseits die Körperwärme hält, auf der anderen Seite aber den Schweiß durchlassen kann. Hierfür bietet sich ein Fleecepullover an. Er sorgt für angenehme Wärme. Natürlich kann man sich noch einen zweiten Fleecepullover einpacken, um es in den Pausen so richtig schön warm zu haben.

Wasserdichte Wanderjacke und Wanderhose

Die Aufgabe der dritten Schicht besteht in Kälte- und Wetterschutz. Dabei bietet sich eine Hardshelljacke an. Eine gute Hardshelljacke mit Membran ist wasser-, winddicht und atmungsaktiv und schützt dich vor Wind, Kälte und Nässe. Außerdem verhindert sie Feuchtigkeit und Hitze am Körper. Dasselbe gilt für Wanderhosen. Es gibt eine große Auswahl an schnell trocknenden und wasserabweisenden Modellen.

Je nach Bedarf kann entweder eine zweite isolierende Schicht hinzugefügt werden oder beispielsweise ein Regencape als zusätzliche Wetterschicht.

Wanderschuhe

Winter-Wanderschuhe sollten nicht zu klein gekauft werden, denn gerade in der kalten Jahreszeit müssen die Füße auch mit dicken Socken hineinpassen. Zudem sollten sie atmungsaktiv sein, damit sie dem Schnee standhalten, aber Schweiß nach außen abgeben können. Außerdem benötigt man eine griffige und feste Sohle. Um die Füße warm zu halten, sollte auf Baumwollsocken verzichtet werden, denn ähnlich wie bei der Oberbekleidung speichern sie die Feuchtigkeit und sorgen dafür, dass die Füße kalt werden. Sportsocken aus entsprechenden Funktionsmaterialien sind hier die bessere Wahl.

Dicke Wandersocken

Beim Wandern in kalten Temperaturen braucht man logischerweise dicke Wandersocken, die einen guten Mix zwischen Merinowolle und Kunstfaser bieten, sodass die Füße schön warm bleiben, aber nicht schwitzen.

Haube, Handschuhe und Schal

Die meiste Körperwärme verlieren Menschen über den Kopf. Daher ist ein Winter eine dicke Mütze sinnvoll und auch ein Schal sollte nicht fehlen. Handschuhe sind ebenfalls ein absolutes Muss, denn Hände und Füße kühlen meist als erstes aus und wer eine längere Tour durch den Schnee plant, riskiert ohne Handschuhe schmerzhaften Erfrierungen an den Händen. Fäustlinge halten die Finger generell wärmer als Fingerhandschuhe, allerdings kann mit ihnen nur schlecht zugegriffen werden, sodass sie für jeden Griff an das Gepäck ausgezogen werden müssten.

Wärmende Getränke

Die Jahreszeit spielt natürlich auch eine Rolle bei der Wahl des Gepäcks. Während im Sommer kühle Getränke für eine Erfrischung sorgen, bietet sich im Winter das Mitnehmen von Tee in einer Thermoskanne an.

Habt ihr alles? Dann seid ihr perfekt für eure nächste Winterwanderung gerüstet! 😊

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